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Suizidgedanken: darüber sprechen und Hilfe finden

Du denkst an Suizid oder möchtest nicht mehr leben? Unterstützung ist auch ohne konkreten Plan richtig. Ein erster Kontakt reicht. Du musst deine Situation nicht selbst beurteilen.

Kurze Antworten und direkte Hilfe auf der Startseite

Mit einem Satz anfangen

Wähle eine Person, bei der du dich möglichst sicher fühlst. Das ist zum Beispiel jemand aus deinem Umfeld oder eine Fachperson. Sprich in deinem Tempo. Du musst weder die Ursache kennen noch einen fertigen Bericht abgeben.

Sag ausdrücklich, wenn du an Suizid denkst. So versteht dein Gegenüber den Anlass. Wenn Sprechen schwerfällt, zeig einen aufgeschriebenen Satz.

Ein möglicher Satz:
„Ich denke daran, nicht mehr leben zu wollen. Bitte hör mir zu und hilf mir, Unterstützung zu holen.“

Den Kontakt vorbereiten

  • Schreib auf, was dich belastet und seit wann. Stichworte reichen.
  • Nenne frühere Krisen und vorhandene Behandlungen. Sag auch, wenn du dich heute nicht sicher fühlst.
  • Bitte um eine konkrete Vereinbarung: Wer ist jetzt erreichbar? Was folgt nach dem Gespräch?
  • Wenn ein Kontakt nicht gelingt oder du dich nicht verstanden fühlst, wende dich an eine weitere Person oder Stelle.

Für die nächsten Stunden sorgen

Verbringe die Zeit möglichst mit einer verlässlichen Person. Bitte sie, bei dir zu bleiben oder gemeinsam Hilfe zu holen. Schaffe Abstand zu Dingen, mit denen du dich verletzen würdest. Lass dich dabei unterstützen. Vermeide Alkohol und Drogen.

Warte bei unmittelbarer Gefahr nicht auf einen späteren Termin oder eine Chatantwort. Auf der Startseite findest du die direkten Notrufwege.

Für die nächsten Tage planen

Vereinbare professionelle Unterstützung. Halte wichtige Kontakte griffbereit. Besprich mit der behandelnden Fachperson einen persönlichen Sicherheitsplan: eigene Warnzeichen, hilfreiche Schritte, erreichbare Menschen und der Weg zur akuten Hilfe.

Kleine, vertraute Tätigkeiten und regelmäßige Kontakte unterstützen den Alltag. Sie ersetzen keine Behandlung. Eine Website entscheidet nicht, wie groß deine Gefahr ist.

Fachliche Grundlagen

Redaktionell geprüft am 23. Oktober 2026. Die Gesprächssätze sind praktische Formulierungsvorschläge der Redaktion.

Verantwortlich: Andreas Felder, Dipl. Psychosozialer Berater und Traumapädagoge. suizid.at bietet redaktionelle Information. Die Seite führt keine persönliche Abklärung durch und überwacht keine akute Situation.