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Nach einem Suizidversuch: Behandlung und Begleitung

Nach einem Suizidversuch brauchen körperliche Sicherheit und seelische Unterstützung Aufmerksamkeit. Auch nach der akuten Versorgung ist eine verlässliche Weiterbehandlung wichtig.

Direkte Hilfe nach einem Suizidversuch auf der Startseite

Wenn der Versuch erst passiert ist

Bei Verletzung, einer Einnahme in schädigender Absicht oder unmittelbarer Selbstgefährdung ruf 144. Warte nicht auf sichtbare Beschwerden. Sag offen, was passiert ist, und folge den Anweisungen der Leitstelle. Diese Seite ersetzt keine medizinische Untersuchung.

Die Weiterbehandlung konkret klären

Verzweiflung und Suizidgedanken enden nicht automatisch nach der akuten Behandlung. Erschöpfung, Scham oder widersprüchliche Gefühle verdienen Raum. Teile solche Gedanken dem Behandlungsteam mit.

Vereinbare nach Möglichkeit vor der Entlassung die nächsten Kontakte. Wenn du bereits zu Hause bist und der Plan fehlt, kontaktiere deine behandelnde Stelle und bitte um Klärung.

  • Wer übernimmt die weitere Behandlung und wann findet der nächste Kontakt statt?
  • Welche Stelle ist erreichbar, falls die Gedanken wieder stärker werden?
  • Welche Behandlung und Medikamente sind vorgesehen? Änderungen gehören mit der behandelnden Person besprochen.
  • Wer aus meinem Umfeld unterstützt mich und was haben wir konkret vereinbart?

Einen Sicherheitsplan besprechen

Erarbeite mit einer Fachperson einen persönlichen Plan. Er enthält frühe Anzeichen einer Krise, kleine hilfreiche Schritte, erreichbare Personen und professionelle Kontakte. Besprecht auch, wie gefährliche Gegenstände oder Mittel vorübergehend außer Reichweite gelangen.

Der Plan braucht erreichbare Kontakte und klare Absprachen. Er ist kein Versprechen und keine Garantie. Bei erneuter unmittelbarer Gefahr zählt sofortige Hilfe.

Als Angehöriger begleiten

Biete konkrete Hilfe an, zum Beispiel Begleitung zu einem Termin, gemeinsames Essen oder Unterstützung bei Telefonaten. Höre zu, bevor du Lösungen vorschlägst. Verzichte auf Schuldzuweisungen und eine erzwungene Erklärung des Versuchs.

Beziehe weitere Unterstützung ein. Niemand aus dem privaten Umfeld ersetzt das Behandlungsteam oder übernimmt eine lückenlose Überwachung. Auch du brauchst Ruhe und eigene Ansprechpersonen.

Ein möglicher Satz:
„Ich bin froh, dich zu sehen. Was würde dir heute helfen? Lass uns den nächsten Termin gemeinsam klären.“

Fachliche Grundlagen

Redaktionell geprüft am 23. Oktober 2026. Die Gesprächssätze sind praktische Formulierungsvorschläge der Redaktion.

Verantwortlich: Andreas Felder, Dipl. Psychosozialer Berater und Traumapädagoge. suizid.at bietet redaktionelle Information. Die Seite führt keine persönliche Abklärung durch und überwacht keine akute Situation.